Projektarbeit: VertiefungAntiziganismus verstehen und darstellen

Diese Projektarbeit regt zur Auseinandersetzung mit Zeitzeugenberichten an. Schülerinnen und Schüler wählen eine Aufgabenform aus und bearbeiten sie anhand der biografischer Materialien. Dabei setzen sie sich aktiv mit Geschichte, Perspektiven und eigener Haltung auseinander.

Bereich

Module für Schüler*innen

Klassenstufe

Sekundarstufe II

Materialformat

Projektarbeit

Themen

Aktivismus & Empowerment, Medien & digitale Öffentlichkeit

Personen

Carmen Spitta, Else Baker, Rebeka, Sejnur Memishi

Personen

Carmen Spitta

Carmen Spitta ist eine deutsche Sintizza und Botschafterin gegen das Vergessen. Sie ist die Tochter der Holocaust-Überlebenden und Filmemacherin Melanie Spitta. In ihrer Arbeit berichtet sie von den Erfahrungen ihrer Familie im Nationalsozialismus und von den Auswirkungen, die diese Geschichte bis heute hat. Carmen Spitta engagiert sich insbesondere in der Bildungsarbeit und spricht regelmäßig mit Jugendlichen über Erinnerung, Ausgrenzung und die Bedeutung von Aufklärung.

Else Baker

Else Baker (geb. 1935 in Hamburg) ist eine deutsche Sintizza und Überlebende des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti und Roma. Als Kind wurde sie von den Nationalsozialisten verfolgt und im Alter von acht Jahren nach Auschwitz deportiert, später auch in das Konzentrationslager Ravensbrück. Sie überlebte die Lager unter extremen Bedingungen. Erst viele Jahre später begann sie, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Heute engagiert sie sich als Zeitzeugin, um an die Verfolgung von Sinti und Roma zu erinnern.

Rebeka

Rebeka ist eine junge Romni aus Sachsen. Sie ist in Deutschland geboren, ihre Familie stammt ursprünglich aus der Slowakei. In ihrem Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Rassismus und Antiziganismus im schulischen Alltag. Dabei wird deutlich, wie Vorurteile, Ausgrenzung und fehlendes Eingreifen von Lehrkräften ihr Leben und ihr Zugehörigkeitsgefühl beeinflusst haben.

Sejnur Memishi

Sejnur Memisi ist Journalist, Podcaster und Roma-Aktivist. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit insbesondere mit Themen rund um Sinti und Roma, Antiziganismus und gesellschaftliche Teilhabe. Er produziert unter anderem den Podcast „Amaro Voice“ (unsere Stimme), in dem er aktuelle Themen aufgreift und Perspektiven aus der Community sichtbar macht.

Instagram:
@amaro_voice
@sejnur_memisi

In seiner Arbeit verbindet er journalistische Berichterstattung mit aktivistischem Engagement und setzt sich dafür ein, Vorurteile abzubauen und Aufklärung zu leisten.

Wähle eine der folgenden Aufgabenformen aus und setze dich intensiv mit einem der view Interviews auseinander.

Ziel ist es, dass du:

  • die Erfahrungen der Person verstehst und einordnest
  • erklärst, wie sich Antiziganismus konkret zeigt
  • eine eigene begründete Position entwickelst

Achte darauf, sowohl das Interview als auch die im Unterricht erarbeiteten Inhalte einzubeziehen.

Reflexion

Reflexion 1

Inwiefern zeigt das Interview, dass Antiziganismus ein gesellschaftliches Problem ist?

Reflexion 2

Warum ist Antiziganismus deiner Meinung nach oft weniger sichtbar als andere Formen von Rassismus?

Reflexion 3

Welche Verantwortung haben Einzelpersonen und die Gesellschaft im Umgang mit Diskriminierung?