Einführendes pädagogisches Material

Dieses pädagogische Material bietet einen Überblick über zentrale Lerninhalte zu Antiziganismus. Es verbindet historische Zeugnisse, aktuelle Perspektiven und audiovisuelle Formate. Lehrkräfte erhalten eine strukturierte Grundlage für den Einsatz im Unterricht.

Bereich

Pädagogische Materialien

Übersicht über die Schüler-Materialien

Das vorliegende pädagogische Material widmet sich der historischen und gegenwärtigen Diskriminierung von Sinti und Roma sowie der Auseinandersetzung mit Antiromaismus / Antiziganismus in Deutschland. Es verbindet zeitgeschichtliche Zeugnisse, intergenerationale Perspektiven, aktuelle Erfahrung mit Rassismus an Schulen und gesellschaftspolitische Debatten in audiovisuellen Formaten. Ziel ist es, historische Kontinuitäten sichtbar zu machen, Empathie zu fördern und zur kritischen Reflexion gegenwärtiger Diskriminierungsmechanismen anzuregen.

  1. Ein Video-Interview mit der deutschen Sintizza Else Baker über ihre Deportation als Kind nach Auschwitz und Ravensbrück.
  2. Ein Interview mit Carmen Spitta über das Aufwachsen als Tochter einer Holocaust-Überlebenden.
  3. Ein kurzes Interview mit der jungen Romni Rebeka über ihre Erfahrungen mit Rassismus im schulischen Alltag.
  4. Ein Gespräch zwischen dem Journalisten und Roma-Aktivisten Sejnur Mimisi und der Studierenden Melissa Sejdi über digitale Hassrede und antiziganistische Kontinuitäten.
  5. Kurzformate („Train-Talks“), die stereotype Zuschreibungen gegenüber Sinti und Roma reflektieren und hinterfragen.

Das Material stellt einen historischen Bogen vom nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma über dessen Nachwirkungen bis hin zu aktuellen Diskriminierungserfahrungen her.

Pädagogische Zielsetzung & Einsatz

Das Gesamtmaterial verfolgt mehrere zentrale Bildungsziele:

  1. Historische Aufklärung über die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma.
  2. Sensibilisierung für Kontinuitäten von Diskriminierung nach 1945 bis in die Gegenwart.
  3. Stärkung von Empathie und Perspektivübernahme durch biografische Zugänge.
  4. Förderung von Medienkompetenz, insbesondere im Umgang mit Hassrede und rassistischen Narrativen im digitalen Raum.
  5. Demokratiebildung und Menschenrechtsorientierung durch Auseinandersetzung mit Minderheitenschutz und gesellschaftlicher Teilhabe.

Durch die Kombination aus Zeitzeugenschaft, intergenerationaler Perspektive, aktivistischer Gegenwartsanalyse und niedrigschwelligen Kurzformaten entsteht ein multiperspektivisches Bildungsangebot, das für den schulischen Kontext geeignet ist.

Weitere Materialien

Weitere Materialien und Aufgaben, die inhaltlich an dieses Material anschließen.